"Dann würde das Dorf explodieren"

Timo „Kiki“ Conradt, Spielertrainer der TuS Breitenthal, der seinen Spitznamen quasi von seinem Vater vererbt bekommen hat, hat im Interview mit Stadt-Land-News in den höchsten Tönen von seinem Verein gesprochen. Die Entscheidung von seinem Heimatverein TSG Idar-Oberstein zum TuS zu wechseln habe vor allem am guten Ruf der Breitenthaler gelegen.

„Ich treffe hier auf sehr viele Akteure und Verantwortliche, die sehr fähig und sehr engagiert sind“, erklärte Conradt. „Der TuS ist ein sehr gesunder Verein, hier habe ich eine gute Truppe und das Umfeld stimmt einfach.“ Derzeit rangiert der TuS zwar auf dem achten Tabellenplatz, hat jedoch nur fünf Punkte Rückstand auf Platz zwei, der für die Aufstiegsspiele berechtigen würde.

„Wir haben uns dieses Jahr erst einmal als Ziel gesetzt, im oberen Drittel mitzuspielen“, gab der Coach die interne Zielsetzung bekannt, machte jedoch auch keinen Hehl daraus, dass durchaus auch noch mehr drin sein könnte. „Wir haben nur fünf Punkte Rückstand auf den zweiten Platz, da kann noch alles passieren. Im Moment haben wir eine Truppe stehen, die auch gut und gerne vorne mitspielen kann, alles andere wird sich dann zeigen.“ Dass der TuS nicht schon den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto hat, lag Conradt zufolge auch an einigen verletzungsbedingten Ausfällen. „Qualitativ ist unser Kader sehr gut aufgestellt, es fehlt nur ein bisschen in der Breite“, machte Conradt eine Schwachstelle im Team aus. „Wenn drei, vier Spieler verletzt sind, dann merkt man das schon.“ Aufsteigen werde letztlich die Mannschaft, die die geringsten Verletzungssorgen zu beklagen habe.

Dennoch sei man in Breitenthal zufrieden, dass man punktemäßig noch eine Chance habe, oben anzugreifen. Dies soll auch mithilfe des Breitenthalers Publikum gelingen, das von Conradt ein Extralob erhält. „Breitenthal ist ein sehr fußballbegeistertes Dorf, wir haben bei Heimspielen immer weit über 100 Zuschauer, was für die A-Klasse außergewöhnlich ist. Viele fahren auch mit zu den Auswärtsspielen, nach Buhlenberg ist ein ganzer Bus gefahren.“

Sollte vielleicht schon in dieser Saison der große Wurf gelingen und der TuS sich für die Aufstiegsspiele qualifizieren, prophezeit Conradt schon einmal den Ausnahmezustand für den Ort mit 310 Einwohnern. „Sollten wir das wirklich schaffen, dann würde das Dorf explodieren“, lacht Conradt. Wenn das Spiel am Sonntag gegen den VfR Baumholder II nicht abgesagt wird, könnte gegen die Westricher der Grundstein für die Jagd nach Platz zwei gelegt werden. Trotz der möglichen Euphorie bemüht sich „Kiki“ Conradt zu betonen, dass er auch mit einer Platzierung im vorderen Mittelfeld sehr zufrieden wäre. Gegen ein eskalierendes Dorf hätte er aber auch sicher keine Einwände.

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