Yasar will "Begeisterung für die Oberliga entfachen"

Der SC Idar-Oberstein startet am Freitagabend um 19:30 Uhr direkt mit einem Kracher in die Oberliga-Saison. Regionalligaabsteiger und Traditionsverein FC Homburg reist in die Schmuckstadt um die ersten drei Punkte zum direkten Wiederaufstieg klarzumachen.

Obwohl der SC durch die lange Verbandsligasaison mit zwei Aufstiegsspielen, an der am Ende der Aufstieg in die Oberliga stand, nur vier Wochen Vorbereitung hatte, sieht Trainer Murat Yasar sein Team nicht in der schlechtesten Position.

„Wir wollen zuhause frech spielen“, kündigte er im Gespräch mit Stadt-Land-News an. „Wir müssen von Beginn an konzentriert, gierig und gallig sein. Die Leute im Haag sollen direkt mitgenommen werden.“ Dafür wünscht sich der Aufstiegscoach auch eine ähnliche Atmosphäre im Haag wie in der Endphase der vergangenen Saison. „Direkt ein Kracher-Spiel bei Flutlicht, vor hoffentlich guter Kulisse – damit wollen wir die Fans für die Oberliga begeistern.“

Mit der Saisonvorbereitung sei er im Großen und Ganzen zufrieden, auch wenn durch den frühen Start der Spielrunde ein Teil der Vorbereitung noch in die Saisonanfangsphase fallen wird. „Wir mussten den Jungs einfach nach dem Aufstieg auch eine Pause geben“, erklärte er die kurze Zeit von gerade einmal vier Wochen. „Wir konnten auch aus jedem Vorbereitungsspiel viele wichtige Erkenntnisse ziehen, die uns weiterbringen werden. Da gilt es noch an Kleinigkeiten zu schrauben, ein Prozess, der aber sowieso über die ganze Saison läuft.“  Vor allem im Bereich der taktischen Flexibilität will er seine Mannschaft breit aufstellen.

„Im modernen Fußball kann man sich nicht nur auf ein System festlegen. Wir werden auch mal auf die Art und Weise, wie der Gegner Fußball spielt reagieren, dafür braucht man Flexibilität. Es ist unabdingbar, mehrere Systeme zu spielen. Die Vorbereitung ist dafür da, diese einzustudieren.“ Für diese verschiedenen Systeme hat der SC Idar-Oberstein den Kader mit zahlreichen personellen Neuzugängen modifiziert und ihm so mehr Tiefe verliehen. „Die neuen sind menschlich schon gut integriert“, lobte Yasar die personelle Einstellung der Sommertransfers. „Die Spieler haben sich ja untereinander mehr oder weniger schon alle gekannt.“ Dass durch den neuen Konkurrenzkampf Unruhe in der Aufstiegssaison von starkem Teamgeist geprägten Mannschaft entstehen könnte, befürchtet er nicht. „Wir brauchen einen guten Konkurrenzkampf“, freut er sich über die neue Tiefe im Kader. „Gerade nach einem Aufstieg tut frisches Blut in der Mannschaft gut.“ Ein Kampf um die Positionen steigere die Trainingsqualität und gebe mehr Möglichkeiten. „Wir waren vorher sehr dünn besetzt. Für das klare Ziel Klassenerhalt werden wir jeden Mann brauchen.“

Trotzdem darf die kürzlich bestätigte Meldung eines weiteren Transfers überraschen. Tim Hulsey kam fünf Tage vor Saisonstart von der SG Eintracht Bad Kreuznach in die Schmuckstadt. „Der Transfer war zu Beginn der Wechselperiode eigentlich nicht geplant“, gestand der SC-Coach. „Er wollte anscheinend weg aus Kreuznach und wir haben dann den Kontakt aufgenommen. Ein Spieler wie Hulsey bringt viel Qualität und Erfahrung mit“, lobt er die Verpflichtung dennoch. „Wenn so ein Spieler auf dem Markt ist, müssen wir zuschlagen.“

SLN-Prognose

Man darf gespannt beobachten, wo Hulsey im sowieso schon zahlreich besetzten Mittelfeld des SC seinen Platz finden wird. Der Kader scheint vor allem in der Tiefe reif für die Oberliga zu sein. Viel wird von den ersten Spielen abhängen, die direkt mit zwei Hammer-Partien gegen die Traditionsvereine FC Homburg und FK Pirmasens stattfinden. Beide gehörten bis zu ihrem Abstieg eigentlich zum stetigen Inventar der Regionalliga. Vor allem im Falle zweier Niederlagen zu Saisonbeginn wird es wichtig sein, die Ruhe zu bewahren. Punkte gegen den Abstieg müssen vor allem gegen andere Vereine geholt werden. Dennoch werden die Auftritte Festtage für Spieler und Fans des SC!

Im Vergleich zur Vorsaison konnte Idar alle Leistungsträger halten und vor allem in der Tiefe viele notwendige Transfers tätigen. Yasar ist viel besser in der Lage auf Ausfälle und Leistungstiefs zu reagieren, bekommt zudem die Möglichkeit zwischen mehreren Systemen zu variieren. Gerade die Breite des Kaders könnte jedoch auch zum Problem werden. Ein Teil der Neuzugänge oder auch Leistungsträger aus der Aufstiegssaison werden sich womöglich auf der Bank wiederfinden und darüber wahrscheinlich nicht gerade glücklich sein. Schafft es der SC-Coach jedoch erneut im gesamten Kader einen zur letzten Saison vergleichbaren Teamspirit zu schaffen und stellen die Spieler persönliche Befindlichkeiten zurück, steht dem realistischen Ziel Klassenerhalt nichts im Wege.

 

Stadt-Land-News überträgt das Spiel gegen den FC Homburg am Freitag live auf Facebook aus dem Haag-Stadion. Anpfiff ist um 19:30 Uhr, die Übertragung startet wie gewohnt ca. 5 Minuten vor Spielbeginn.

 

Tim-Julian Schneider

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