Frauen-Fußball gegen den Blutkrebs

Beim Frauen-Sportfest der DSG Breitenthal und des SV Niederhambach am Sonntag, 30. Juli, kann sich jeder junge Erwachsene als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren lassen. 

Ein Frauen-Sportfest für Torjägerinnen planen die SG Breitenthal und der SV Niederhambach für Sonntag, 30. Juli 2017. Von 11.30 Uhr bis zum Abend werden die Sportlerinnen den grünen Rasen in Niederhambach dominieren. Mit allem, was dazu gehört: Grillgut, Kaltgetränke, Kaffee und Kuchen. Doch die Fußballerinnen möchten noch mehr tun: Spieler und Zuschauer können an diesem Tag ab 14 Uhr ganz konkrete Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke leisten und sich als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren lassen.

Jedes Jahr erkranken etwa 11.000 Menschen in Deutschland an Leukämie. Viele davon sind Kinder oder Jugendliche. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich  gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen.  In Spenderdateien wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung aus dem benachbarten Birkenfeld sind derzeit fast 30 Millionen Menschen registriert, nichtsdestotrotz ist es oft noch ein Glücksfall, wenn sich ein passender Spender findet. Der Vereinsvorstand und die Spielerinnen der Spielgemeinschaft aus der DSG Breitenthal und des SV Niederhambach haben den Typisierungsaufruf gestartet. Sie wissen: „Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen geholfen werden kann.“

Am Tag der Typisierung werden am Stand der Stefan-Morsch-Stiftung im Vereinsheim in der Pferdsweide 7,  in einem Gesundheitsfragebogen die wichtigsten Ausschlusskriterien abgefragt – etwa schwere Vorerkrankungen, starkes Übergewicht und die Zahl der Schwangerschaften. Ist der Fragebogen vollständig ausgefüllt und unterschrieben, wird eine kleine Speichelprobe entnommen. Diese Probe wird im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung analysiert und die für eine Transplantation wichtigen Gewebemerkmale (HLA-Werte) in der Spenderdatei der Stiftung gespeichert. Das bedeutet: Die HLA-Werte, das Alter und Geschlecht sowie weitere transplantationsrelevante Werte werden anonym hinterlegt. Gemeinsam mit der Spendernummer werden diese an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) übermittelt, um für  weltweite Suchanfragen von  Patienten zur Verfügung zu stehen.

Die Fußballerinnen hoffen, dass viele Fußball-Freunde nach Niederhambach kommen, gute Spiele sehen und sich typisieren lassen: „Vielleicht können wir so helfen, dass an Leukämie erkrankte Menschen eine Chance auf Leben bekommen.“

 

Fußballerisch steht an diesem Tag folgendes auf dem Programm: 

11:30 Uhr Mädchen-Schnuppertraining mit Anne Becker und Uwe Conrad

14:00 Uhr Fußballspiel SV Nohen – TuS Hoppstädten-Weiersbach

16:00 Uhr TuS Issel (Regionalliga Frauen) - Frauen Kreisauswahl

18:00 Uhr SC Birkenfeld – SV Buhlenberg

 

Informationen zur Typisierung gibt es auch auf der Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-Stiftung.de), unter der gebührenfreien Hotline 08 00 – 766 77 24 oder via Facebook

Wie funktioniert eine Stammzellspende?

Um die Stammzellen beim Spender zu entnehmen, gibt es heute zwei Varianten: Bei der klassischen Methode der Knochenmark-Entnahme entnehmen Mediziner etwa 0,8 bis 1,5 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen des Spenders – niemals aus dem Rückenmark. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome – wie Kopf- und Gliederschmerzen aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen.

Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei von mehr als 450 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).                

 

 

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