AfA Birkenfeld besucht

Vor dem Hintergrund des von der Landesregierung überraschend gefassten Beschlusses, die AfA in Birkenfeld noch in diesem Jahr zu schließen, traf sich die hiesige Bundestagsabgeordnete Antje Lezius in Begleitung des Kreisbeigeordneten Peter Simon, des Birkenfelder Bürgermeisters Miroslaw Kowalski sowie des Beigeordneten der VG Birkenfeld Klaus Feis mit dem Leiter der AfA, Herrn Günther Gerhard und dem Leiter der sozialen Dienste Bruno Zimmer.

Alle Gesprächsteilnehmer waren über diese plötzliche Entscheidung enttäuscht, zumal noch im April der Bestand der Einrichtung vom Minister-Rat zugesichert worden war. Eine Beteiligung der vor Ort Aktiven am Zustandekommen der Entscheidung war nicht gegeben. „Hier ist über Monate von allen Beteiligten eine tolle Arbeit für Flüchtlinge geleistet worden“, betonte Lezius. Der CDU-Politikerin würde aktuell nach wie vor von einer nicht nachlassenden Hilfsbereitschaft auch der vielen Ehrenamtlichen vor Ort berichtet. „Dies zeichnet die Region Birkenfeld in besonderer Weise aus“, so die Abgeordnete. Über die eigentlichen Schließungsgründe könne zur Zeit nur gemutmaßt werden, betonte Peter Simon, der darauf vertraute, dass beim am nächsten Tag anberaumten Gesprächstermin im Integrationsministerium mit Frau Staatssekretärin Dr. Roleder und der Vize-Präsidentin der ADD, Frau Hermann, alle Fakten auf den Tisch kommen.

Jedenfalls treffe die Entscheidung der Landesregierung gerade den Kreis Birkenfeld sehr hart, denn die Schließung sei mit dem Wegfall eines mittelständischen Betriebes zu vergleichen. Dies sei in einem strukturstärkeren Raum wie Speyer, wo ebenfalls eine AfA ist, eher zu verkraften. Bruno Zimmer wies auf die vielen Beschäftigungsverhältnisse hin, die wohl in nächster Zeit auslaufen werden. Dabei seien die Mitarbeiter, die direkt bei der ADD angestellt wurden, in der guten Situation, dass ihnen Ersatz-Arbeitsplätze angeboten würden. Sorge bereite ein Großteil der beim DRK mit Zeitverträgen Beschäftigten, die nur schwer in andere Arbeitsverhältnisse vermittelt werden könnten. Dies sei schon sehr bedauerlich, da alle in der AfA Aktiven ihre Arbeit zur höchsten Zufriedenheit und mit Herzblut absolvierten.

Birkenfelds Bürgermeister Kowalski wies darauf hin, dass es so gut wie keine negativen Auffälligkeiten im Zusammenleben der Menschen in Birkenfeld gegeben habe und hervorragend im Sinne der Integration gearbeitet worden sei. Alle Gesprächsteilnehmer stimmten in der Einschätzung überein, dass es sinnvoll ist, die Birkenfelder Einrichtung nicht komplett zu schließen, sondern als Reserve-Kapazität auch in der Zukunft zu betreiben. 

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