Bundesverkehrswegeplan lässt Nationalparkregion hinten runter fallen

„Das ist eine herbe Enttäuschung für die gesamte Region, nach all der intensiven Arbeit, die wir in den letzten Jahren betrieben haben. Es zeigt auch, dass der Fokus der Bundesverkehrspolitik nicht darauf liegt strukturschwache Regionen zu unterstützen“, zieht Landrat Dr. Matthias Schneider ein erstes Fazit aus der Vorstellung  des neuen Bundesverkehrswegeplans für die Jahre 2016 bis 2030.

„Wir Akteure müssen jetzt schnellstens reagieren. Ab Montag, 21. März, ist der Bundesverkehrswegeplan öffentlich zugänglich, und es bleiben uns sechs Wochen Zeit, eine Stellungnahme dazu abzugeben. Daher wird in Kürze eine außerordentliche Sitzung des Behördenarbeitskreis B41 und weiterer politischer Akteure, unter anderem Altlandrat Wolfgang Hey als Sprecher der Viscon (Verkehrsinitiative Service-Clubs Obere Nahe), stattfinden. Wir hoffen, mit dieser Stellungnahme etwas dafür tun zu können, dass der für uns so wichtige weitere Ausbau der B41, bspw. bei Niederhambach, Ober- und Niederbrombach oder Martinstein,  als  „vordringlicher Bedarf“ eingestuft wird und nicht erst nach 2030 wieder etwas in unserer Region passiert. Ich appelliere auch nochmals an die Unternehmen in unserer Region und an alle Bürgerinnen und Bürger, dass auch sie sich stark für die B41, die Lebensader unserer Region, machen. Wir dürfen nicht zulassen abgehängt zu werden und unsere Region, in der ja durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald eine deutliche Aufbruchsstimmung zu vernehmen ist, hinten runter fällt“, so der Kreischef eindringlich. Der neue Bundesverkehrswegeplan sieht Investitionen bis ins Jahr 2030 von insgesamt 265 Milliarden Euro vor. Der größte Anteil davon fließt nach Nordrhein-Westfalen, danach folgen Bayern und Baden-Württemberg alle mit jeweils zweistelligen Milliardenbeträgen. Rheinland-Pfalz liegt an sechster Stelle, insgesamt fließen 3,1 Milliarden Euro, 1,8 Milliarden davon in neue Straßenbauprojekte. Erkennbar ist, laut Landrat Schneider in Rheinland-Pfalz, dass das Gros der Investitionen in den Ausbau von Autobahnen und Anschlüssen geht. Von den vom Land 40 angemeldeten Ortumgehungen wurde mehr als ein Dutzend nur für den „ weiteren Bedarf“ eingestuft, unter anderem die B269 bei Birkenfeld, und kämen so erst 2030 eventuell zum Zuge. Da ist in meinen Augen wenig von Strukturförderung und dem Willen schwache Regionen zu unterstützen zu erkennen“, resümiert Schneider. „Ich werde jedoch alles daran setzen in den nächsten Wochen gemeinsam mit den verantwortlichen Akteuren eine entsprechende Stellungnahme zu erarbeiten. 

Silke Haller

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