FDP unterstützt Welterbe-Antrag für das Edelsteinhandwerk

Im Ausschuss für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landtags Rheinland-Pfalz wurde jüngst auf Antrag der FDP-Landtagsfraktion über das „Edelsteinhandwerk in der Region Idar-Oberstein als immaterielles Weltkulturerbe“ gesprochen.

Dazu äußern sich Helga Lerch, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion und Matthias Keidel, Vorsitzender der Freien Demokraten im Kreis Birkenfeld:

„Im Rahmen der diesjährigen Intergem hat der Vorsitzende des Fördervereins der Edelsteingraveure, Hans Ulrich Pauly, das Vorhaben geäußert, das Edelsteinhandwerk in der Region Idar-Oberstein zum immateriellen Weltkulturerbe erklären zu lassen. Wir haben deshalb die Landesregierung um Berichterstattung gebeten, welche Kriterien für einen solchen Antrag erfüllt werden müssen, wie sich der zeitliche Ablauf dieses Verfahrens gestalten würde und wie die Landesregierung grundsätzlich zu diesem Vorhaben steht.

Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf hat darauf hingewiesen, dass eine Bewerbung des Edelsteinhandwerks im kommenden Bewerbungsdurchgang, der im Frühjahr 2019 startet, erfolgen kann. Nach Einschätzung der Landesregierung lägen die Kriterien für eine Bewerbung zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auch grundsätzlich vor. Das Kulturministerium ist laut Minister Wolf gerne bereit, die Bewerbung zu begleiten und Hilfestellungen und Hinweise zu geben“, so Lerch.

Matthias Keidel ergänzt: „Ich bin froh, dass die Freien Demokraten im Landtag Rheinland-Pfalz ein Auge auf unsere Region haben. Egal ob Wirtschaft, Infrastruktur oder jetzt eben Kultur: Die FDP greift immer wieder auf, was die Menschen im Kreis Birkenfeld bewegt und steht an deren Seite. Dass sie sich nun dem Edelsteinhandwerk als mögliches Weltkulturerbe widmet, zeigt doch, dass den Akteurinnen und Akteuren im politischen Mainz bewusst ist, welche historisch-kulturelle und noch immer wirtschaftlich bedeutsame Rolle diese Branche am Standort Idar-Oberstein und in der Schmuckregion hat.

Zur Thematik gehört aber mehr als nur ein Antrag zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis. Im Rahmen dessen sollten Schmuckindustrie und politische Gremien beraten, wie sich die Zukunft des Edelsteinhandwerks gestalten kann. Die Branche hat mit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen und steht vor großen Herausforderungen. Sie funktioniert hier vor Ort aber noch immer als weltweit einzigartiges Cluster aus Produktion, Handel und Dienstleistung. Damit dies auch künftig der Fall sein kann, braucht es eine klare Strategie, wie der Nachwuchs aus der Region gewonnen werden kann, um Tradition zu bewahren, aber auch durch Innovation neue Dynamik für den Standort zu schaffen.

Idar-Oberstein selbst kann sich im Rahmen des Welterbe-Prozess neu darauf besinnen, welche Bedeutung das Edelsteinhandwerk für die Stadt und die Region hat und eine weltweit einzigartige Marke aufpolieren. Wir Freie Demokraten wollen diesen Weg von politischer Ebene aus mitgehen."

Matthias Keidel

 

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