Regional banal

Ist man in der Winterzeit in der Stadt Idar-Oberstein unterwegs, die sich mit dem Beinamen „Idar-Oberstein leuchtet“ schmückt, frag ich mich oftmals, weshalb den dann die Straßenlaternen nicht leuchten.

Letzthin gleich 13 Stück in Serie, die kein Licht gaben. Aber auch weitere, hier und da, vereinzelt, einsam und alleine, aus denen kein Lichtlein scheine! Sicherlich arbeitet der oder die dafür Zuständige jedoch nur tagsüber, also dann wenn die Leuchten sowieso nicht scheinen müssen, sodass es bestimmt nicht auffallen kann, dass immer wieder so viele Lampen ihren Dienst versagen. Oder will man an bestimmten Stellen den Stromverbrauch einsparen, in der Hoffnung dass es keinem auffällt. Am Rilchenberg sind rund ein Dutzend Straßenlaternen einfach in der Höhe von 1.30 mtr. abgesägt und mit Isolierband abgeklebt, weil man kein Geld hat. Einerseits an allen Ecken und Kanten die ach so wichtige Infrastruktur der Bundeswehr und ihren dort stationierten Soldaten von nah und fern lobend zu erwähnen.

Diesen aber jeden Tag Sommer wie Winter das Gefühl zu vermitteln, dass sie sich in einem Notstandsgebiet außerhalb Europas befinden. Oder ist es vielleicht sogar eine Probe für den Ernstfall, da in den Krisengebieten ja sicherlich auch nicht überall Straßenlaternen stehen! Früher hat man sich über den Osten Deutschlands lustig gemacht, aber bei uns ist es im Jahr 2017 bitterer Ernst. Selbst die Tannenbäume werden als Spenden angefragt, was ich grundsätzlich für eine gute Idee halte, aber das Schmücken ist dann wieder Glückssache, wenn wir uns den armen Weihnachtsbaum am Röhrenkump in Idar anschauen, wenn man die Kobachstraße herauf kommt. Man wird das Gefühl nicht los, das Hochwasser die Beleuchtung heran gespült hat. Das ginge auch anders in der besinnlichen Adventszeit, wenn es heißt, Idar-Oberstein leuchtet, nur nicht bei uns!

Daher nutzen Sie die Gelegenheit, beim Besuch unserer wunderschönen Weihnachtsmärkte, die in liebevoller Kleinarbeit vorbereitet und hervorragend durchgeführt werden sich selbst ein Bild davon zu machen und die Verantwortlichen ruhig mal diesbezüglich anzusprechen. Denn es nicht noch längst nicht alles Gold, was glänzt.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Vorweihnachtszeit!

 

Thomas Petry ist 53 Jahre alt und kommt aus Idar-Oberstein. Petry war von 2013-2016 Landesvorsitzender der rheinland-pfälzischen Grünen. Petry, der in Mainz und Wiesbaden Architektur studiert hat, führt zudem die Stadtratsfraktion der Grünen in Idar-Oberstein als Vorsitzender an. Mit dem Titel "Wir können auch anders" erscheint regelmäßig eine Kolumne zu kommunalpolitischen Themen bei Stadt-Land-News Kreis Birkenfeld. 

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