Das Jammern muss jetzt ein Ende haben, es geht auch anders!

Alle sind bestürzt, erschrocken und geschockt, wenn das Ergebnis der Bundestagswahl vom letzten Sonntag zur Diskussion kommt. Aber wieso denn eigentlich, wurde doch bereits Wochen vorher der Trend durch Umfragen vorgegeben! Ja, mit ein paar kleinen Abweichungen nach oben oder unten.

Im Vorfeld überwiegend Abwehrhaltung für das was kommen könnte und viel zu wenig eigenes Profil der Etablierten und demokratischen Parteien ohne rechte Tendenzen. Aber das ist und war zu wenig, viel zu wenig, wenn es darum ging, Antworten zu geben, auf die Sorgen der Bevölkerung. Sorgen nicht richtig abgesichert zu sein, vor Altersarmut nicht gefeit und ärztlich in eine akute Versorgungslücke zu stolpern. 2 – 3 Jobs um die eigene Familie zu ernähren sind für viele Deutschen zum Alltag geworden, da ist es nicht redlich, sondern völlig unverständlich, bei den höchsten Steuereinnahmen der letzten Jahre keine Gerechtigkeit herzustellen. Im Gegenteil, neue Herausforderungen herunter zuspielen und als Dauerantwort „Wir schaffen das!“ zu geben.

Das ist und war viel zu wenig von der nun zu Recht abgewählten Bundesregierung von CDU/CSU und SPD. Wenn solche genannten Sorgen Tag ein und Tag aus allgegenwärtig sind, müssen doch die PolitikerInnen vor Ort ein Gespür dafür entwickeln und aufklären und erklären, wie Sie es mit uns gemeinsam schaffen wollen.  Denn natürlich bin persönlich davon höchst überzeugt, dass wir die Herausforderung mit unseren neuen MitbürgerInnen bewältigen, ja schaffen können und werden. Aber das Eine kann man tun, ohne das Andere zu lassen. Nur so ist es zu erklären, dass man nach den „neuen Mitmenschen“  kritisch schaut und schnell alles auf die Goldwaage legt, geschürt durch Falschmeldungen und rechte Hetze der Rechtspopulisten.

Sie haben mit den plattesten Sprüchen, „Wir machen neue Deutsche selber“ und „lieber Burgunder statt Burka“ wie Rattenfänger alter Zeiten agiert, unterstützt von den sogenannten ProtestwählerInnen der Altparteien versucht einen Keil in unsere Gesellschaft zu treiben. Ich kann verstehen, wenn man aus Protest und Unzufriedenheit mit dem Bestehenden und Altbekannten die Gefolgschaft der Stammpartei verwehrt und was anderes wählt. Aber aus Protest diese Rechte Gurkentruppe zu unterstützen, die in Teilen sich der Sprache von 1933 bedient und einige ihrer Mitglieder daraus auch offiziell keinen Hehl machen diese Zeiten herbei zu sehnen, der ist sich des möglichen  Ergebnisses dieses Protestes nicht bewusst.

Jetzt ist es an der Zeit, richtige Alternativen aufzuzeigen und auf den demokratischen Weg nach Europa  zurückzukehren. Das Ganze ist nicht alternativlos, aber ist für eine freie, demokratisch geprägte Gesellschaft der beste Weg für uns Deutschen und EuropäerInnen! Daher lasse ich mich auch nicht entmutigen von diesen 13 % Prozent und ihren 94 zukünftigen Abgeordneten, die wir die nächsten 4 Jahre mit durchfüttern dürfen. An diesem Wochenende machte die Abgeordnete der angeblichen deutschen Alternativen ein Aufsehen, weil Sie bei einer so bedeutenden Ausstellung wie der INTERGEM in Idar-Oberstein keinen reservierten Sitzplatz in der 1. Reihe vorfand. Der Vergleich, „Sie erlebe hier einen Holocaust“  spricht Bände über die Denke dieser Frau. Da tut mir jeder ausgezahlte Diäten-Euro leid, denn ich mit meinen gezahlten Steuergeldern mitfinanzieren muss!

Aber wir können auch anders, und deshalb ist es nun an der Zeit in der Politik etwas für die ProtestwählerInnen zu ändern und diese zurück zu gewinnen. Zurück zu gewinnen auf die Seite der offenen und freien Gesellschaft, mit all den vorgenannten Aufgaben und Pflichten. Hierbei gehört natürlich die Integration der Flüchtlinge und Asylbegehrenden dazu, denn diese Stärke hat Deutschland ganz gewiss!

 

Thomas Petry ist 53 Jahre alt und kommt aus Idar-Oberstein. Petry war von 2013-2016 Landesvorsitzender der rheinland-pfälzischen Grünen. Petry, der in Mainz und Wiesbaden Architektur studiert hat, führt zudem die Stadtratsfraktion der Grünen in Idar-Oberstein als Vorsitzender an. Mit dem Titel "Wir können auch anders" erscheint regelmäßig eine Kolumne zu kommunalpolitischen Themen bei Stadt-Land-News Kreis Birkenfeld. 

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