#EuerKandidat - Dr. Joe Weingarten (Teil 4)

Am 24. September wird gewählt! Deshalb wollte Stadt-Land-News den Direktkandidaten unseres Wahlkreises noch einmal die Möglichkeit geben, den Wählerinnen und Wählern ihre Ansichten und Anliegen näher zu bringen, um sich für das Bundestagsmandat zu empfehlen.

Dafür haben wir uns zehn Sätze ausgedacht, die die Kandidatinnen und Kandidaten mit politischen und persönlichen Inhalten füllen sollten. Als vierten Kandidaten stellt sich Dr. Joe Weingarten vor, der für die SPD ins Rennen geht:

Der Kreis Birkenfeld bedeutet für mich Heimat und Zukunftsaufgabe, weil er mich geprägt hat. Fast überall, wo ich hin komme, steigen Bilder aus meiner Jugend auf. Aber der Rückblick alleine reicht nicht. Ich willl dazu beitragen, dass der Kreis Birkenfeld auch 2030 oder 2050 noch lebenswert ist und Menschen gerne hier her kommen und leben.

Ich kandidiere für das Bundestagsmandat, weil ich dazu beitragen will, dass auch der Kreis Birkenfeld eine gute Zukunft mit einer vernünftigen Gesundheitsversorgung, qualifizierten Arbeitsplätzen und einem sicheren Leben für alle hat. Gute Straßen, leistungsfähige Breitbandverbindungen und moderne Ausbildungsinhalte sind mein Ziel. Wir brauchen Ärzte und Pflegekräfte: ich setze mich für eine gute Gesundheitsversorgung auf dem Land und eine Stärkung der ambulanten und stationären Pflege ein. Schutz der Natur und Stärkung der Kultur, auch für den Tourismus. Und ich will Sicherheit für alle Menschen, die hier leben: soziale Sicherheit, aber auch Sicherheit vor Kriminalität und vor Diskriminierung.

Ich bin Parteimitglied der SPD, weil ich sicher bin, dass eine Gesellschaft auf Dauer nur erfolgreich sein kann, wenn sie gerecht und fair ist und allen eine Chance gibt. Und weil die SPD für mich die Partei ist, die die Zukunft gestalten will und nicht in der Gegenwart („alternativlos“) verharrt. Ich will gestalten, nicht verwalten.

Die große Koalition (in den vergangenen 4 Jahren) war erfolgreich, wo sie auf den Ausgleich der Interessen und überlegtes, sachliches Handeln gesetzt hat. Sie hat Defizite dort, wo es um die aktive Gestaltung der Zukunft geht: in der Digitalisierung, bei der Bildung, bei der Frage, wie wir unsere Sicherheit in der künftigen Welt garantieren wollen. Da ist mir zu wenig passiert.

Meinen bisherigen Wahlkampf bezeichne ich als gelungen und lehrreich, weil ich es im letzten Jahr geschafft habe, in rund 350 Gesprächsterminen und Veranstaltungen in der ganzen Region sehr viele Menschen zu erreichen und mit ihnen zu sprechen. Dabei habe ich auch persönlich viel gelernt: etwa über die Bedeutung von Gesundheit und guter Pflege für unsere Zukunft. Das war mir in dem Maß vorher nicht bewusst.

Der Kreis Birkenfeld braucht eine klare und bessere Interessenvertretung in Berlin, weil wir als ländliche Region viel zu oft gegenüber den Ballungszentren untergehen. Ich erinnere an die Beinahe-Katastrophe beim Ausbau der B 41, als uns 2016 der CSU-Bundesverkehrs­minister Dobrindt abschreiben wollte und nur der energische Widerstand von Wolfgang Hey und anderen aus der Region das Schlimmste verhindert hat. So was darf nicht wieder passieren.

Als Interessenvertretung in Berlin würde ich mit meiner ganzen Erfahrung und Sach­kenntnis dort auftreten, weil ich weiß, dass Ministerialbürokratie und Lobbyisten durch nichts so sehr zu beeindrucken und zu beeinflussen sind, wie die richtige Mischung aus Kompetenz und Hartnäckigkeit. Fehlt einem das, erreicht man gar nichts.

In der Politik bin ich seit 25 Jahren als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker, weil es wichtig ist, Verantwortung zu übernehmen für das eigene Umfeld, die eigene Gemeinde oder Verbandsgemeinde. Die Kommunalpolitik ist eine Quelle unserer Demokratie.

Das Schlimmste an der Politik ist, wenn Menschen missbraucht oder vor den eigenen Karren gespannt werden, weil man seine eigene Ziele rücksichtslos durchsetzen will. Es darf nicht sein, dass diejenigen, die am lautesten schreien, sich immer durchsetzen. Die gegenwärtige Diesel-Diskussion ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir nicht aufgeregt und vorschnell reagieren dürfen, sondern genau überlegen, was wir tun und was die Folgen sein können.

Deutschland wird in den kommenden Jahren eine immer größere Verantwortung in der Welt übernehmen müssen, weil wir das größte und wirtschaftlich stärkste Land in Europa sind und viele auf uns schauen. Wir können diese Verantwortung tragen, wenn wir selbst eine gerechte, friedliche und tolerante Gesellschaft sind. Wie Willy Brandt gesagt hat: „Ein Volk der guten Nachbarn sein und werden, im Innern und nach außen.“


Dr. Joe Weingarten

 

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