Lezius: Fusion in Kirn nicht alternativlos

Die kommunalen Reformbestrebungen der Landesregierung stoßen nicht überall auf Zustimmung. Während Langenlonsheim und Stromberg im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit im Kreis stehen, sind andere Fusionsvorhaben etwas weniger im Blick.

Neben Meisenheim und Alsenz-Obermoschel sind auch Stadt und Verbandsgemeinde Kirn das Ziel einer möglichen Zwangsfusion durch das Land.

Deshalb hat die heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Lezius die Stadt Kirn besucht. Gemeinsam mit Claus Tressel, dem Vorsitzenden der CDU in Stadt und Stadtrat, hat sie neben dem 2002 runderneuerten und gut geführten Jahnbad auch den Marktplatz und anliegende Geschäfte aufgesucht. Anschließend ging es in einer Gesprächsrunde um die im Raum stehende Fusion sowie die parteiübergreifend getragene Position der Stadt Kirn. Der Tag endete in einem gemeinsamen Besuch einer Veranstaltung auf der Kirner Kyrburg.

„Ich stehe hinter den Kirner Bürgerinnen und Bürgern, die sich gemeinsam dafür ausgesprochen und die Landesregierung aufgefordert haben, die Situation der Stadt Kirn im Detail und gesondert zu prüfen. Es gibt gute Gründe, die gegen eine Abstufung der Stadt Kirn zu einer Ortsgemeinde der umliegenden Verbandsgemeinde sprechen. Entweder würde Kirn in der Tagespolitik und der täglichen Verwaltung an Bedeutung verlieren oder aber die übrigen Gemeinden der Verbandsgemeinde überstrahlen. Das kann in niemandes Interesse sein, denn dabei gibt es keine Gewinner“, macht Lezius deutlich.

Während in Kirn die Innenstadtentwicklung und die Wirtschaftsförderung dominierende Themen sind, sind für die Verbandsgemeinde Kirn-Land die demographische Entwicklung und die infrastrukturelle Anbindung besonders wichtig. Die Verwaltung müsste mit wenig Personal den Spagat zwischen Stadt und Umland meistern.

Claus Tressel erläuterte im Gespräch mit Antje Lezius, dass die Verbandsgemeinde Kirn und die Stadt Kirn bereits auf einigen Gebieten miteinander kooperierten. Es sei der ausdrückliche Wunsch aller Fraktionen im Stadtrat sowie der Kirner Bürger, diese Kooperation zu verstärken, da so alle Interessen unter einen Hut gebracht würden.

„In Kirn gibt es die glückliche Situation, dass sich die Bürgerinnen und Bürger sowie die Parteien übergreifend gute Gedanken über Alternativen zu einer Fusion gemacht haben“, so Lezius. „Die Menschen hier stehen zusammen und sperren sich nicht gegen einen Reformprozess, wollen aber eingebunden werden. Das ist zu respektieren und zu honorieren. Eine Zwangsfusion würde diesem bürgerschaftlichen Engagement nicht gerecht. Ich habe die Hoffnung, dass das Ministerium hier einsichtig ist. Auch die SPD-Kollegen vor Ort sind schließlich gegen die Fusion.“

 

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