Wir dürfen uns nicht spalten lassen!

Wir dürfen uns nicht spalten lassen! Allerdings ist Gemeinsamkeit kein Selbstläufer, weder in der Familie, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, noch in den Kommunen, Ländern und Europa.

Von transatlantischen Bündnissen gar zu schweigen. Missverständnisse, Interpretationen von Sachverhalten, sowie das Durchsetzen eigener Interessen sorgen immer wieder für Schieflagen auf den verschiedensten Ebenen. Übereinander reden, statt miteinander, damit fängt es meistens an. Zu glauben, der Mensch gegenüber hat das von mir Gesagte so verstanden, wie ich es gemeint habe, ist oftmals der Anfang eines Missverständnisses. Das gesprochene Wort wird nicht als meine Meinung verstanden, sondern oft als anders empfunden, vermeintlich wird ein Unterton herausgehört, mein Gesichtsausdruck hat im Moment des Gesagten dem Empfänger nicht gefallen usw. usw..

Gerade deshalb ist es in der heutigen digitalen Gesellschaft so enorm wichtig, sogar wichtiger als je zuvor, sich persönlich zu treffen und miteinander auszutauschen!

Das gilt für alle im ersten Satz aufgeführten Gruppen und sicherlich für noch ganz viele mehr. Kein Gespräch darf zu viel sein, wenn es die Möglichkeit auf gegenseitiges Verständnis und ein gutes Miteinander gibt. Allerdings darf man sich anderseits auch nicht als DauerversteherIn outen, sondern sollte die eigene Meinung kundtun und Kompromisse erarbeiten.

Schaut man auf die Kommunikation und Gesten der Mächtigsten oder denen, die meinen es zu sein, können da schon Zweifel aufkommen. Denn es gibt viele Gemeinsamkeiten mit  den Menschen dieser Länder, die nicht die Meinung ihrer Oberhäupter vertreten. Um diese gilt es zu kämpfen und diese Menschen zu unterstützen im Kampf gegen all diese brutalen Bombenlegern und Allround-Irren. Wir müssen diesen Verbrechern selbstbewusst und energisch entgegentreten, da diese Fanatiker versuchen, unsere Wertegemeinschaft und offenen Lebensweisen zu verhindern. Aber wir dürfen dabei nicht unsere demokratischen Werte opfern, um deren Ziele zu verhindern. Ich denke deshalb dabei nicht an ständige und dauerhafte Überwachungsmaschinerien, die seltenst einen Anschlag verhindert haben, bestenfalls im nachhinein bei der Aufklärung behilflich sind. Dann ist es für die Opfer jedoch bereits zu spät. Ich denke an Aufklärung und Bildung im eigenen Land, aber vor allem auch in den Ländern der Strippenzieher, dieser unmenschlichen Gewaltverbrecher, die vor keinem Tabu halt machen. Wir sind nach wie vor eines der sichersten Länder dieser Erde und sollten all unsere Möglichkeiten nutzen, um diesen Sumpf, finanziell und materiell (z.B.: keine Waffenlieferungen in Krisengebiete), trockenzulegen!

Aber zurück in den Hunsrück und in die schöne Nahelandschaft, wo wir von diesen Dingen – bisher -  wohlbehütet sind. Hier ist es ebenfalls wieder an der Zeit, nach Gemeinsamkeiten Ausschau zu halten, miteinander für unsere Region einzustehen und Aktivitäten über die jeweiligen Kreisgrenzen anzustoßen und aktiv weiterzuentwickeln. In den Bereichen Tourismus sind wir bereits auf einem guten Weg. Ein intensivere Erhaltung der vorhandenen Infrastruktur ist gefragt, statt überflüssigem Neubau. Der zügige Breitbandausbau mit bester Datenleistung (nicht auf Standards, die in wenigen Jahren bereits überholt sind), werden dringend flächendeckend von den Menschen unserer Region benötigt und erwartet. Denn immer noch gibt es Dörfer, die digital massiv unterversorgt sind, sogar Landes und Bundesstraßen mit drei- und vierspurigem Ausbau sind noch ohne durchgehende Mobilfunkverbindungen. Das empfindet man als Steuerzahler als Lachnummer, wenn man von sprudelnden Steuereinnahmequellen hört! Wir brauchen auf dem Land Gleichberechtigung was gewisse Standards betrifft, kein Stadt-Land-Gefälle wie zur Zeit. Wenn ich auf dem Land wohne, weiß ich sehr wohl, dass mein Weg in die „große Stadt“ länger ist, das heißt aber nicht, dass unsere Grundbedürfnisse an Kommunikation und Datenaustausch geringer sind!

Hierüber sind sicher noch einige persönliche Gespräche notwendig. Auch mit öffentlichen Veranstaltungen und medialer Information können die Menschen mitgenommen werden.

Und ich bin überzeugt, man wird überrascht sein vom Engagement der Menschen unserer Region! Denn gut informiert sind Viele bereit mehr zu geben, als man Ihnen von Seiten mancher Verwaltung zutraut, das ist gewiss.

Denn gemeinsam sind wir stark!

 

Thomas Petry ist 53 Jahre alt und kommt aus Idar-Oberstein. Petry war von 2013-2016 Landesvorsitzender der rheinland-pfälzischen Grünen. Petry, der in Mainz und Wiesbaden Architektur studiert hat, führt zudem die Stadtratsfraktion der Grünen in Idar-Oberstein als Vorsitzender an. Mit dem Titel "Wir können auch anders" erscheint regelmäßig eine Kolumne zu kommunalpolitischen Themen bei Stadt-Land-News Kreis Birkenfeld. 

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