Die Edelsteinregion Idar-Oberstein braucht entschlossenes gemeinsames Handeln

Die Edelsteinregion Idar-Oberstein braucht ein entschlossenes gemeinsames Handeln von Politik und Wirtschaft, um die Infrastruktur zu verbessern und Perspektiven für junge Menschen an der Oberen Nahe zu bieten.

Dieses Fazit zog SPD-Bundestagskandidat Dr. Joe Weingarten nach einem ausführlichen Gespräch mit den Verbänden der Edelstein- und Metallindustrie der Region und der IHK in Idar-Oberstein. „Wir sind uns einig darin, dass der Ausbau der von Straßen und Breitbandversorgung, die Bereitstellung von Gewerbeflächen und innovative Bildungseinrichtungen wichtig sind, damit der Kreis Birkenfeld im Wettbewerb mit anderen Wirtschaftsregionen bestehen kann“, so Weingarten.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Edelstein- und Diamantindustrie, Jörg Lindemann, verwies auf den hohen Konkurrenzdruck in der Branche und die Notwendigkeit, Fachkräfte zu halten und neue zu gewinnen. Thomas Wild, Regionalgeschäftsführer der IHK Koblenz, unterstrich die hohe Bedeutung der Industrie für die Wirtschaftskraft der Region: „Aber wir müssen auch verstärkt auf neue Aspekte, etwa den Tourismus , setzen.

Weingarten unterstrich sein Interesse daran, die Unternehmen und Kommunen beim wirtschaftlichen Wandel in der Region zu unterstützen. „Das ist aus meiner Sicht die wichtigste Aufgabe eines Abgeordneten: Es gibt hier viele innovative Ideen und kreative Köpfe, wir müssen uns aber in Berlin stärkeres Gehör verschaffen.“ Weingarten verwies darauf, dass entscheidende Weichen für die Regionalentwicklung in Berlin gestellt werden: beim Strassen- und Breitbandausbau, aber auch, wenn es um die Zukunft des Bundeswehrstandortes Idar-Oberstein angeht. „Da muss die Politik gute Rahmenbedingungen setzen, damit die Unternehmen vor Ort erfolgreich arbeiten können und unsere Kommunen Planungssicherheit haben.“

Der SPD-Bundestagskandidat erläuterte seine Ziele für den Fall einer erfolgreichen Wahl: er wolle sich auf die für die Region wichtigen Themen der Wirtschafts- und Verkehrspolitik konzentrieren. „Da verfüge ich über zwei Jahrzehnte Erfahrung in der konkreten Unterstützung von Unternehmen und Kommunen.“ Weingarten unterstrich, dass es wichtig sei, die neuen technischen Möglichkeiten, die es im Bereich der Medien, der Energieerzeugung oder der Gesundheitsversorgung gebe, auch vor Ort zu nutzen: „Als Randregion müssen wir an der Spitze technischer Entwicklungen stehen, damit sind wir attraktiv als Wirtschaftsstandort, aber auch als Lebensraum.“

Zum Toursuimaus unterstrich Weingarten die Chancen, die sich aus dem Flughafen Hahn und dessen neuen chinesischen Eigentümern für die Nationalparkregion ergeben: „Ich habe mit Wirtschafts­minister Dr. Wissing in den letzten Wochen viele Gespräche mit Ministerien, Unternehmen und Forschungseinrichtungen in China geführt. Dort gibt es ein hohes Interesse, den Flughafen Hahn nicht nur als Standort für chinesischen Handel und Investitionen zu sehen, sondern auch als Landepunkt für chinesische Touristen in Deutschland.“ Das werde schon im Karl-Marx-Jahr 2018 und dessen Feier in Trier, der in China große Aufmerksamkeit gewidmet werde, für viele Besucher sorgen.“ Das müssen wir verstetigen und die Besucher aus China auch in die Nationalparkregion bringen.

Die Vertreter der Edelsteinverbände und SPD-Bundestagskandidat Weingarten waren sich einig, dass es dazu auch einer verbesserten Kommunikation im Landkreis bedürfe. Wie an dem Debakel mit dem Oak-Garden –Marathon und der fehlenden Abstimmung mit der Intergem zu erkennen sei, fehle es, so Weingarten, im Kreis „an der klaren Prioritätensetzung und der Entschlossenheit, alle Beteiligten rechtzeitig an einen Tisch zu bringen.“ Dabei sei auch eine klare Tourismusstrategie . die auch neue internationale Gäste setze, „überfällig“.

Die Industrievertreter und der SPD-Bundestagskandidat vereinbarten eine Fortsetzung der Gespräche. Weingarten, dankte für die Einladung zur Verleihung des Deutschen Schmuck- und Edelsteinpreises am 24. November und sagte ausdrücklich eine Unterstützung der Edelsteinindustrie, aber auch der Produktionsbetriebe des Maschinenbaus und der Metallindustrie der Region, zu.

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