Frühauf erwartet dank Röther eine Kettenreaktion in der Fußgängerzone

Im März 2017 sind es schon zwei Jahre, an denen Frank Frühauf an der Verwaltungsspitze der Stadt Idar-Oberstein steht. Zwei Jahre, in denen in der Schmuckstadt so einiges passiert ist.

Besonders das Jahr 2016 dürfte ein Besonders in der Amtszeit Frühaufs gewesen sein. Einige besondere Projekte wurden ins Leben gerufen, einige wurden fertig gestellt. Die wohl explosivste Nachricht machte am 18. November die Runde. Die Globus-Gruppe verkaufte das brachliegende Hertie-Gebäude an den Textilhändler Modepark Röther. Ein großer Erfolg für die Obersteiner Innenstadt, der aus Fühaufs großem Engagement resultierte. „Idar-Oberstein bekommt einen 6000 Quadratmeter großen Modepark. Das ist Umkreis von 60 Kilometern einmalig und ein tolles Signal für die Stadt“, freut sich Frühauf.

Der Oberbürgermeister ist sich sicher, dass diese Errungenschaft eine Kettenreaktion in der Fußgängerzone in Gang setzten wird. „Vor kurzem haben wir in Oberstein eine Galerie eröffnet, in der Studenten und Hochschulabsolventen, die künstlerisch tätig sind, ihre Produkte präsentieren können“, erklärt er und fügt ein weiteres Beispiel an: „Der nächste positive Effekt ist, dass sich Idar-Obersteiner Unternehmer bereit erklärt haben, eine Konsumgesellschaft zu gründen um Leerstande zu beleben.“ Auch die Stadtbibliothek soll zukünftig ihre Heimat in der Hauptgasse am Fuße der Felsenkirche finden. Außerdem seien weitere Unternehmer interessiert, ihre Geschäftsidee in der Fußgängerzone zu realisieren.

Seit Mitte des Jahres hat auch der neue Bahnhofsvorplatz Gestalt angenommen. „Er ist zu einem das Tor in die Nationalpark-Region, zum anderen aber auch das Tor zur Fußgängerzone“, betont Frühauf. In diesem Jahr soll nun die marode Inneneinrichtung des Bahnhofs modernisiert werden. „Gemeinsam mit der Lebenshilfe wird künftig im Bahnhof ein Kiosk betrieben“, freut sich Frühauf berichten zu können. Die Arbeiten sollen gegen Ende des Jahres abgeschlossen sein, ähnlich wie der Umbau im Obersteiner Begegnungszentrum, der in einem Zeitraum von 1,5 Jahren umgesetzt werden soll.

Ihr lang ersehntes Ende fanden in diesem Jahr auch die Umbauarbeiten im Idar-Obersteiner Hallenbad. Seit Oktober wird das Schwimmbad sowohl von Vereinen, als auch Privatleuten rege genutzt. Doch ein Herzenswunsch wird sich den Schmuckstädtern in absehbarer Zeit wohl nicht erfüllen. Vor allem die jüngere Generation wünscht sich seit geraumer Zeit ein Kino als Anlaufstelle zur Abendunterhaltung. „Wir haben die zwölf größten Kinobetreiber in Deutschland kontaktiert und nur Absagen erhalten“, bedauert er. Realistisch sei eher eine Kombilösung mit beispielsweise einer Bowlingbahn. Aber auch für diese Unternehmung sei bisher kein Interessent gefunden worden, dennoch blickt der Oberbürgermeister optimistisch in die Zukunft. „Wir haben in der Stadt gerade für Kinder tolle kulturelle Angebote. Das bunte Ferienprogramm und verschiedene Musikschulen sind nur zwei Beispiele.“

Gebannt blickt Frühauf auch auf das Superwahljahr 2017 mit den Bundestagwahlen und Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. Dabei ist die Flüchtlingsdebatte ein heikles Thema in der Öffentlichkeit. Dass die rechtspopulistische AfD in Idar-Oberstein einen großen Zuspruch erfährt, bezweifelt Frühauf. „Wir haben dank unserer Schmuck- und Edelsteinbranche in der Stadt 110 Nationalitäten leben. Die Flüchtlinge sind eine Bereicherung für unsere Region. Es gibt mittlerweile viele Unternehmen, die anerkannte Flüchtlinge eingestellt und erfolgreich in den Arbeitsalltag integriert haben. Auch Vereine leisten in dieser Hinsicht fabelhafte Arbeit.“

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