Idar-Oberstein: Verkehrsunfallstatistik 2016

Im Jahr 2016 wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Idar-Oberstein 1839 Verkehrsunfälle registriert. Dies bedeutet gegenüber dem Jahr 2015 (1588 Unfälle) eine Steigerung von +15,8 % (+251 Unfälle).

Verkehrsunfall mit Personenschaden

Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden (VU P1/P2/P3) gab es im Jahr 2016 im Vergleich zum Jahr 2015 eine Steigerung um +18,57%. Im Jahr 2016 wurden 166 Verkehrsunfälle mit Personenschaden aufgenommen, im Jahr 2015 waren es lediglich 140 Verkehrsunfälle bei denen eine Person verletzt oder getötet wurde. Im Jahr 2016 wurden bei diesen Unfällen 211 Personen verletzt oder getötet. Gegenüber 2015 (191 Verletzte oder Getötete) bedeutet dies eine Zunahme von +10,13 %. Erfreulich ist, dass die Unfälle mit schwerem Personenschaden um -18,8 % zurückgingen. Bei drei Verkehrsunfällen wurde jeweils eine Person tödlich verletzt.

Risikogruppe Kinder 

Bei den Unfällen mit der Beteiligung von Kindern kam es im Jahr 2016 zu einem Rückgang von -41,67% gegenüber dem Jahr 2015. Wurden im Jahr 2015 noch 12 Verkehrsunfälle mit Kinderbeteiligung aufgenommen, so sank diese Zahl im Jahr 2016 auf 7 Verkehrsunfälle. Bei diesen 7 Verkehrsunfällen wurden 7 Kinder verletzt oder getötet (1 Kind getötet. 1 Kind schwerverletzt, 5 Kinder leichtverletzt)

Risikogruppe „Junge Fahrer“

Die Altersgruppe der 18-24 jährigen gehört in Relation zur Gesamtbevölkerung zur Risikogruppe Nummer eins im Straßenverkehr. Dies drückt sich auch in den hohen Versicherungsprämien für die Fahranfänger aus. Im Jahr 2016 mussten die Beamten der PI Idar-Oberstein 402 Unfälle mit Beteiligten dieser Risikogruppe aufnehmen. Nach 388 Unfällen im Jahr 2015 bedeutet dies eine Zunahme von +3,61 %. Seit fünf Jahren ist eine kontinuierliche Steigerung der Unfallzahlen dieser Risikogruppe zu verzeichnen. In 68,89 % der Unfälle, an denen ein „junger Fahrer“ beteiligt war, wurde dieser als Hauptverursacher registriert. Häufigste Unfallursache war nicht angepasste Geschwindigkeit. Dies dürfte u.a. auf die geringe Fahrpraxis in Verbindung mit Risikofreudigkeit und Selbstüberschätzung zurückzuführen sein.

Insgesamt positiv dürfte sich das Begleitete Fahren auswirken. Hier kann der Jugendliche nach der Fahrerausbildung in der Fahrschule weitere Erfahrung im Straßenverkehr sammeln, ohne dabei auf sich alleine gestellt zu sein. Dabei soll das Risikobewusstsein junger Fahrer erhöht und die Risikobereitschaft vermindert werden.

Risikogruppe „motorisierte Zweiradfahrer“

Die Gruppe der motorisierten Zweiradfahrer steht schon seit Jahren im Blickpunkt der polizeilichen Präventionsarbeit. Häufig sind gerade Unfälle an denen Zweiradfahrer beteiligt sind, mit schweren Unfallfolgen verbunden. Bei insgesamt 23 Verkehrsunfällen im Jahr 2016, an denen Zweiradfahrer beteiligt waren, wurden 23 Personen verletzt (6 Schwerverletzte, 17 Leichtverletzte). Dies bedeutet bei den Unfallzahlen einen Rückgang von -36,11 %. Bei den Verletzten kam es zu einem Rückgang von -21,74 %.

Risikogruppe „Senioren“

Im Blickpunkt der Politik und der Öffentlichkeit steht schon seit Jahren die demographische Entwicklung der Gesellschaft. Circa. 23 % der Bevölkerung im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Idar-Oberstein sind 65 Jahre oder älter. Aufgrund der ländlichen Strukturen und der relativ schlechten Versorgung der Dörfer mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind ältere Menschen oft auf das Auto angewiesen um mobil zu bleiben und ihre Grundversorgung sicherzustellen.

Immer wieder wird diskutiert, ob ältere Menschen den Anforderungen des modernen Straßenverkehrs noch gewachsen sind oder ob ab einem gewissen Alter, die Fahreignung überprüft werden soll. Auslöser für solche Diskussionen sind oft schwere Unfälle, die von Senioren verursacht wurden und alleine aufgrund des Unfallhergangs und des Alters Zweifel an der Fahrtüchtigkeit älterer Menschen aufkommen.

Ältere Menschen weisen in bundesweiten Studien ein deutlich höheres Risiko auf bei Verkehrsunfällen getötet oder schwer verletzt zu werden. Dies gilt ebenso für bestimmte Verkehrssituationen denen sie gegenüberstehen. Nach den einschlägigen Studien nimmt das Fehlverhalten der Fahrzeugführer mit dem Alter zu.

Im Jahr 2016 kam es zu einer starken Zunahme von Verkehrsunfällen an denen Senioren beteiligt waren. Wurden im Jahr 2015 noch 291 Verkehrsunfälle mit Beteiligung dieser Gruppe aufgenommen so stieg die Zahl im Jahr 2016 auf 402 Verkehrsunfälle an. Dies bedeutet einen Anstieg um +38,14 %. Bei diesen Unfällen 402 Un- fällen wurden 52 Personen verletzt (42 Leichtverletzte, 8 Schwerverletzte und 2 Tote). Bei den 37 Verkehrsunfällen mit Personenschaden war bei 22 Verkehrsunfällen (59,46 %) ein „Senior“ Hauptunfallverursacher.

Hauptunfallursache „Alkohol- und Drogeneinfluss“

Die Bekämpfung der Unfallursache Alkohol- und Drogeneinfluss steht im Focus der polizeilichen Präventionsarbeit. Gerade Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen habe oft schwerwiegende Folgen.

Im Jahr 2016 nahm die Polizeiinspektion Idar-Oberstein 28 Verkehrsunfälle auf bei denen ein Fahrzeugführer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand. Bei diesen Unfällen wurden 13 Personen verletzt (3 Schwerverletzte, 10 Leichtverletzte).

Diesen 28 Verkehrsunfällen, bei denen der Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung stand, stehen 189 Eingriffsmaßnahmen der Polizei gegenüber. Das heißt es wurde ein Straf- oder Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet oder der Fahrer wurde im Vorfeld daran gehindert sich alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss ans Steuer zu setzen.

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