Blutspenden akut benötigt – KSK hilft

Da schauten viele Passanten neugierig auf die beiden Fahrzeuge, die vor dem Immobilien-Center der Kreissparkasse in Position gegangen waren. Vielen bekannt war der als Entnahmemobil umgerüstete SETRA Bus. Mit diesem kommt der DRK Blutspendedienst - West schon seit 2009 nach Idar-Oberstein.

Die Initiative gründete sich auf einer Idee von den KSK Mitarbeitern Andrea Thiel, die sich sowohl im DRK  Ortsverein Reichenbach als auch auf Kreisebene engagagiert als auch deren Kollege Josef Sesterhenn, Vorsitzender des DRK Heimbach. Beide wollten durch diese Aktion die immense Bedeutung von Blutspenden den KSK Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern näherbringen. Beim Sparkassenvorstand stieß man auf offene Ohren und sofern der straffe Terminplan es erlaubte, gehörten auch die Direktoren Köls und Späth zu den Spendern. 

Erstmals mit dabei war auch ein Blutspende Infomobil, wo sich interessierte Zaungäste zur Spende anmelden konnten. Wer nicht gleich eine Blutentnahme machen wollte, wurde über die Blutspendetermine der umliegenden Ortsvereine in Kenntnis gesetzt. Insgesamt wurden 54 wertvolle Spenden geleistet, 8 davon kamen von Erstspendern. 38 KSK Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fanden den Weg zum Entnahmemobil und gingen mit gutem Beispiel voran.

Die Vorräte der überall dringend benötigten Blutkonserven sind weitgehend aufgebraucht, daher besteht weiterhin akuter Bedarf an spendenwilligen Personen. 

In Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden durchschnittlich 800 Erythrozytenkonzentrate pro Werktag zur Versorgung der Patienten in den Kliniken und Arztpraxen abgerufen. Um diese Zahlen verfügbar zu machen, müssen werktäglich durchschnittlich etwa 1.000 Menschen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu einer Blutspende bewegt werden.

Der Bedarf steigt stetig weiter an. Grund dafür sind die immer älter werdende Bevölkerung und die Fortschritte in der modernen Medizin, die vielfach mit steigendem Blutbedarf einhergehen. Leider beteiligen sich regelmäßig nur etwa 3 % der Bevölkerung als Blutspender. Das ist zu wenig um auf Dauer die Versorgung aller Patienten sicherstellen zu können. Nach Expertenmeinung müssten wir einen Anteil von etwa 6 % der Bevölkerung als aktive regelmäßige Blutspender haben.

Als in der Region verwurzeltes und für die Region tätiges Unternehmen geht die Kreissparkasse mit gutem Beispiel voran, aber auch die Eigeninitiative der der KSK Angestellten sich bei DRK Ortsvereinen zur Blutspende zu melden ist erforderlich und gewünscht.

Leonhard Stibitz

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