Afghanischer Abend stieß auf reges Interesse

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Asyl ist Menschenrecht“ fand ein Afghanischer Abend in der Birkenfelder Art Gallery 64 statt, welcher durch die unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA) der Elisabeth-Stiftung und deren Betreuer ausgerichtet wurde. Eingeleitet wurde der Abend durch Hans-Dieter Scholl, dem Leiter der Maßnahmen für Jugendliche der Elisabeth-Stiftung, der einen Vortrag zum Thema „Fluchtursachen im Fokus der Zeit“ hielt.

Betrachtet man Migration aus historischem und geographischem Blickwinkel, so wird sehr schnell deutlich, dass sie schon immer Teil der Menschheitsgeschichte war und eigentlich der Normalfall ist. Darüber hinaus zeigt sich auch, dass die meisten Flüchtlinge gar nicht nach Deutschland wollen, sondern in ihrem Heimatland bleiben oder in andere Entwicklungsländer fliehen. Einer der afghanischen Jugendlichen stellte im Anschluss daran sein Heimatland näher vor. Dabei ging er in seinem Vortrag näher auf die Sprache, Kultur und Menschen Afghanistans ein.

Bevor es dann zum gemütlichen Teil des Abends überging, nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit, um Scholl und seinem Team für deren Engagement zu danken. Nach dem offiziellen Teil des Abends bestand die Möglichkeit, die afghanische Kultur auch über ein von den Jugendlichen der Wohngruppe der UMA zubereitetes landestypisches Essen näher kennenzulernen. Durch die geographische Lage und Nähe zur Seidenstraße wurde die afghanische Küche im Laufe der Geschichte von Küchen anderer Regionen wie der persischen und indischen Küche beeinflusst. Sie zeichnet sich durch eine große Vielfalt sowohl der Geschmacksrichtungen als auch der verwendeten Zutaten und Gewürze aus. Während des Essens konnten sich die Besucher in der gemütlichen Atmosphäre des Kunst- und Kulturcafés über den Vortrag und mit den geflüchteten Jugendlichen austauschen. Der Abend fand in geselliger Runde bei afghanischer Musik und Tänzen einen schönen Ausklang.

Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse, die Veranstalter zählten mehr als 100 Besucher, sodass nicht alle im Raum Platz fanden. Deshalb sollen die Vorträge noch einmal an der Elisabeth-Stiftung wiederholt werden. Der Termin wird über die Medien bekannt gegeben.

Die Wohngruppe der UMA der Elisabeth-Stiftung setzt sich derzeit aus Jugendlichen aus Afghanistan, Armenien, Äthiopien, Eritrea, Somalia und Syrien zusammen. In der Vergangenheit organisierten die Jugendlichen bereits einen Syrischen Abend, in naher Zukunft soll ein Afrikanischer Abend folgen.

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