Baubeginn der Ortsumgehung Rhaunen in den Vordergrund rücken

In der jüngsten Sitzung des B 41-Behördenarbeitskreis wurde zum Sachstand diverser Planungen und Baumaßnahmen seitens des Landesbetrieb Mobilität (LBM) informiert, beispielsweise den Anbau mehrerer Zusatzstreifen bei Rimsberg und Schmißberg, bei Elchweiler und Niederhambach oder den Umbau des Knotens an der Anschlussstelle K 40 zum Gewerbegebiet „Dickesbacher Weg“ in Idar-Oberstein.

Besonders im Focus lag die Einbindungsplanung der Ortsumgehung Rhaunen und der weitere Ausbau der L 190 (Hunsrückspange). Idar-Obersteins Oberbürgermeister Frank Frühauf richtete in diesem Zusammenhang die Frage an Thomas Wagner, Vertreter des LBM Bad Kreuznach und  Kolja Breitbach von der Zentrale des LBM in Koblenz, ob der Baubeginn der Ortsumgehung auf 2018 vorgezogen werden könne. Bisher sind für die Maßnahme im Landesstraßenbauprogramm 2017/2018 jeweils 100.000 Euro pro Jahr für bauvorbereitende Arbeiten ausgewiesen. Möglicherweise könnte man etwaige Haushaltsreste aus anderen Maßnahmen, die nicht begonnen oder verschoben wurden, verwenden, so Frühauf.  Zumal ist das Projekt in Rhaunen so weit in der Planung, dass ein Baubeginn 2018 möglich wäre. Breitbach sicherte zu, dies bei den kommenden Haushaltsbesprechungen des LBM mit dem Verkehrsministerium anzusprechen. Landrat Dr. Matthias Schneider wies nochmals auf die Bedeutung einer möglichst baldigen Anbindung des Naheraums an die B 50 in Zusammenhang mit der Fertigstellung des Hochmoselübergangs in 2018 und die Verbindung darüber zu den Belgischen Nordseehäfen hin. Gerade im Hinblick auf die Entwicklungen des Oak Garden in Neubrücke und des nun in chinesischer Hand befindlichen Flugplatz Hahn sei die Thematik kürzlich beim 5. Weltwirtschaftsforum mit dem Schwerpunkt „Die neue Seidenstraße“ auf dem Umwelt-Campus in Birkenfeld angesprochen worden.  Carsten Rommelfanger, Repräsentant der Schenker Deutschland Group, war eigens angereist, um die Verbindungswege der Region konkret zu hinterfragen.  Der Landrat regte an, zu einer der nächsten Sitzungen des Behördenarbeitskreises Rommelfanger einzuladen, damit dieser den Zusammenhang der Verkehrswege nochmals eingehender beleuchten könne. Auch der chinesische Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, der am Tag nach der Sitzung des Behördenarbeitskreises den Landkreis besuchte, verwies auf die Bedeutung des Flugplatz Hahn für die Region.

Kritisch wird daher von den Mitgliedern des Arbeitskreises die Überprüfung der Maßnahme im sogenannten Abschnitt Süd der L 190 durch den Landesrechnungshof gesehen. Die Entwurfsplanung ist vom zuständigen Verkehrsministerium genehmigt worden. Nun sollen jedoch nochmals aktuelle Verkehrszahlen erhoben werden. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass die heutigen Zahlen die tatsächliche Situation nach der Fertigstellung des Hochmoselübergangs verfälschen und daraus dann falsche Schlüsse gezogen werden. Landrat Schneider und auch Georg Dräger, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhaunen, warnten eindringlich von den Folgen für den gesamten Naheraum, sollte eine Anbindung nicht zu Stande kommen.

Einig waren sich alle Anwesenden, darunter auch erstmalig Bettina Dickes als neue Landrätin des Kreis Bad Kreuznach, dass der Ausbau der L 190 konsequent weiter verfolgt werden müsse. Dazu müsse man den Dialog mit Staatssekretär Andi Becht und Verkehrsminister Volker Wissing verfestigen. 

Im Anschluss an die Sitzung des Arbeitskreises trafen sich Dickes und Schneider mit den Vertretern des LBM in Hahnebach zu einem Ortstermin bezüglich der L 182. Diese verläuft von Büchenbeuren aus über Rhaunen und das Hahnenbachtal nach Kirn und von dort aus weiter über Becherbach und Jeckenbach nach Meisenheim. Die Straße ist aufgrund des zunehmenden Schwerlastverkehrs in einem sehr schlechten Zustand. Zwar wird seit Anfang Oktober die Straße zwischen Hahnenebach und Rudolfshaus instand gesetzt, die komplette Sanierung ist jedoch aufgrund eingeschränkter finanzieller Mittel wohl so schnell nicht möglich. Zugegen bei dem Ortstermin waren neben den beiden Landräten und Thomas Wagner vom LBM auch der Bundenbacher Beigeordnete Werner Krug, Bundenbachs Ortsbürgermeister Michael Brzoska und Thomas Heß, Sachbearbeiter für den Kreisstraßenbau bei der Kreisverwaltung Birkenfeld.

Nach einer ausführlichen Erörterung wollen nun Schneider und Dickes in einem Brief an den Landesbetrieb Mobilität die Dringlichkeit des Projekts nochmals detailliert beschreiben und auf der nächsten Sitzung des Behördenarbeitskreises eingehender thematisieren.

 

 

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Wetter im Kreis Birkenfeld

Kreis Birkenfeld
Aktuell - °C -
Morgen -- °C
26.11.17 -- °C
27.11.17 -- °C
© Deutscher Wetterdienst | Ferienhaus an der Ostsee

Werben

Sie interessieren sich für Nachrichten aus Ihrer Nachbarschaft? Ihren Kunden geht es genauso. Sie möchten wissen, wie Sie auf Stadt-Land-News Ihre Werbung platzieren?

 

Mitmachen

Das Engagement für Vereine und Gemeinden ist enorm. Wir möchten Ihrer Leidenschaft und Ihren Informationen eine Plattform bieten, auf der diese Geschichten gesammelt einem breiten Publikum vorgestellt werden können. 

 

Zum Seitenanfang