MV Tiefenstein begeistert in vollbesetzter St. Barbara Kirche

Die Aktiven des Musikvereins Tiefenstein durften in viele überaus zufriedene Gesichter blicken, als sie sich nach der zweiten Zugabe stehend von ihrem Publikum verabschiedeten.

Es war der Abschluss eines weiteren Konzerts, mit dem das Orchester unter der Leitung von Martin Wendel erneut seine vergleichsweise hohe Qualität unter Beweis stellte. Den Einstieg in den Abend in der voll besetzten katholischen Kirche St. Barbara war dem vereinszugehörigen Blechbläserensemble "Deep Stone Brass" vorbehalten. Es besteht aus den sechs MusikerInnen; Julia Schaper, Hannah Werner, Lisa Werner, Thomas Keßler, Nicolas Kunz und Martin Wendel. Informativ und mit Humor wurde der Vortrag erläutert durch Lisa Werner, die der Zuhörerschaft auch erklärte, dass der Name des Ensembles sich aus den englischen Begriffen für "tief-" und "Stein", also Tiefenstein, und "Brass" für "Blech"-Musikinstrumente zusammensetzt. Die gespielten Stücke wie u.a. die "Leichte Kavallerie" und "Kraken" brachten durchweg zum Ausdruck, dass man es hier mit erfahrenen und talentierten Musikerinnen und Musikern zu tun hatte. Der durchgängig beschwingte Vortrag des Ensembles brachte schon zu diesem frühen Zeitpunkt viele Füße zum Wippen. Im Anschluss präsentierte sich das Jugendorchester mit fünf Stücken aus Film-, Musical- und Pop-Musik. Unter der inzwischen schon bewährten Leitung von Linda Drosse-Fickeis konnte man fühlen, dass der letzte Titel des "kleinen" Orchesters mit "The Best Of Queen" und der Zugabe "We Will Rock You" beinahe sogar zum Mitklatschen und und -trampeln animiert hätte.

Nach einer kurzen Verschnaufpause führte Carina Litzenberger gekonnt auch durch den Hauptteil des Konzertes welcher durch das "Orchester der Generationen" bestritten wurde. Man begann mit Musik der Renaissance (Madrigalum, Philip Sparke) und fuhr fort mit "Henry V", einer eindrucksvollen musikalischen Beschreibung einer historischen Schlacht um den französischen Thron. In diesem Stück wurden die unterschiedlichen Stimmungen von Ruhephasen nach Gefechten und der Dramatik von Kampfhandlungen besonders deutlich nachfühlbar. Und die besondere, aber nicht einfach zu verarbeitende Akustik der Kirche trug ein Übriges dazu bei. Neben der technisch sehr anspruchsvollen Musik dieses Werkes zeigte das Orchester hier sogar durch eine eindrucksvolle Gesangseinlage, was es zu leisten vermag, so dass sich die Zuhörer mit stehenden Ovationen bedankten.

Entspannter ging es dann beim "Earl Of Oxford's March" weiter, einem Titel von William Byrd, arrangiert von Philip Sparke. Mit "Just A Closer Walk With Thee" brachte das Orchester ein traditionelles Straßenbandstück aus New Orleans zu Gehör, das dort häufig zu Beerdigungen von Farbigen gespielt wird. Es soll den Verstorbenen aus einem tief verwurzelten und mit dem Jazz verbundenen Glauben heraus nach der Trauerfeier fröhlich auf den Weg in sein neues Leben begleiten. Den eigentlichen Abschluss des Konzerts bildete dann "Alleluia" von Samuel Hazo. Auch dieses Werk, mit dem ein außerordentliches Klanggebilde geschaffen werden kann, laut Beschreibung für "reife Ensembles" geschrieben, wurde vom Orchester sehr gut umgesetzt und ließ die Zuhörerschaft mit lang anhaltenden Applaus auf einer Zugabe bestehen. Mit dem zusätzlich gute Laune verbreitenden "Irish Party In Third Class" und dem romantisch, spritzigen "I Will Follow Him" verabschiedeten sich die über 50 Musiker und Musikerinnen dann endgültig für den Abend, freilich nicht, ohne schon mal auf das traditionelle Konzert am ersten Weihnachtstag hinzuweisen.

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